Kategorie: Finanzen & Recht
Ein eigenes Geschäftskonto ist für Selbstständige zwar rechtlich meist nicht zwingend vorgeschrieben, in der Praxis aber unverzichtbar: Es trennt private und geschäftliche Buchungen sauber, erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und wirkt gegenüber Kunden professioneller. Wir vergleichen drei der bekanntesten Anbieter für Business-Konten in Deutschland.
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(→ Teil unseres großen Vergleichs: [Die besten Tools für Selbstständige 2026])
Die Konten im Überblick
| Kriterium | Qonto | Finom | Holvi |
|---|---|---|---|
| Einstiegspreis | ab ca. 9 €/Monat | teils kostenlos, Pakete ab ca. 9 €/Monat | ab ca. 9 €/Monat |
| Kontoführung | klassisches Geschäftskonto | Konto + einfache Rechnungsstellung integriert | Konto + Buchhaltungsfunktionen integriert |
| Physische Karte | ja | ja | ja |
| Virtuelle Karten | ja, mehrere möglich | ja | begrenzt |
| Buchhaltungsanbindung | Schnittstellen zu lexoffice, sevDesk u.a. | eigene einfache Rechnungsstellung | eigene Buchhaltungsfunktionen |
| Zielgruppe | Gründer:innen mit klarem Kartenbedarf | sehr kleine Budgets, „alles in einem“ | Einzelunternehmer:innen, die wenig Extra-Software wollen |
Qonto: Das etablierte Geschäftskonto
Qonto zählt im deutschsprachigen Raum zu den bekanntesten Anbietern für Business-Konten und wird von vielen Gründer:innen und kleinen Teams genutzt. Die App ist übersichtlich, die Ausgabe mehrerer virtueller Karten (z.B. für einzelne Tools oder Mitarbeitende) macht es leicht, Ausgaben zu kontrollieren. Über Schnittstellen lässt sich Qonto direkt mit Buchhaltungstools wie lexoffice oder sevDesk verbinden, was den manuellen Abgleich reduziert.
Besonders gut geeignet für: alles, was über ein reines Ein-Personen-Business hinausgeht, oder wenn du mehrere Karten für unterschiedliche Zwecke sauber trennen willst.
Finom: Konto und Rechnungsstellung aus einer Hand
Finom positioniert sich preislich niedriger und bringt schon in den Basistarifen eine einfache Rechnungsstellung mit – für sehr kleine Budgets oder den Start in die Selbstständigkeit kann das die separate Buchhaltungssoftware am Anfang sogar überflüssig machen. Der Funktionsumfang bei komplexeren Anforderungen (z.B. DATEV-Export) ist allerdings schmaler als bei einer dedizierten Buchhaltungslösung.
Besonders gut geeignet für: den Einstieg mit minimalem Budget, wenn Rechnungsvolumen und Komplexität noch gering sind.
Holvi: Konto mit eingebauter Buchhaltung
Holvi verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Finom, mit Fokus auf Einzelunternehmer:innen, die möglichst wenig zusätzliche Software verwalten wollen. Die integrierten Buchhaltungsfunktionen sind für einfache Fälle ausreichend, stoßen aber bei komplexeren Anforderungen (mehrere Mitarbeitende, Warenwirtschaft) an Grenzen.
Besonders gut geeignet für: Solo-Selbstständige, die Konto und einfache Buchhaltung bewusst nicht trennen wollen.
Für wen eignet sich was?
- Du willst dein Konto direkt mit lexoffice oder sevDesk verbinden? → Qonto.
- Du startest gerade erst und willst am Anfang möglichst wenig zahlen? → Finom.
- Du bist Solo-Selbstständige:r und willst Konto plus einfache Buchhaltung in einem Tool? → Holvi.
- Du planst, bald ein Team aufzubauen und mehrere Karten zu vergeben? → Qonto.
Worauf du beim Vergleich zusätzlich achten solltest
- Kontoführungsgebühren vs. Transaktionslimits: Manche Tarife sind zwar günstig, begrenzen aber die Anzahl kostenloser Überweisungen oder Kartenzahlungen pro Monat.
- Einlagensicherung: Prüfe, über welche Bank die Einlagensicherung läuft (viele Fintechs arbeiten mit Partnerbanken) – für größere Rücklagen relevant.
- Kündigungsfristen: Gerade bei Jahresverträgen lohnt der Blick ins Kleingedruckte, bevor du wechselst.
Fazit
Für die meisten Selbstständigen mit wachsendem Geschäft ist Qonto aktuell die solideste Wahl, weil es sich am nahtlosesten mit gängiger Buchhaltungssoftware verzahnt. Wer ganz am Anfang steht oder bewusst auf ein zusätzliches Buchhaltungstool verzichten will, ist mit Finom oder Holvi oft schon ausreichend bedient.
Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert, sobald sich Konditionen der genannten Anbieter ändern.


